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Woche 3,4 und 5

Sodala!

Jetz hab ich endlich wieder Zeit gefunden für einen weiteren Blogeintrag. Woche 3 und 4 waren ziemlich stressig, da auf der Nordinsel Schulferien waren und so haben die meisten Skilehrer 14 Tage durchgearbeitet. Es war wirklich die Hölle los! Letzte Woche gings dann mit den Unterrichtsstunden steil bergab und wir werden wieder nur das Minimum verdienen. Partytage steigen allerdings stetig an ;-)

Schön langsam versteh ich auch des System der Skischule. Die holen sich die ganzen Skilehrer, um damit in den Ferien möglichst viele Unterrichtsstunden abzudecken und zwischen den Ferien lassen sie uns quasi nicht „verhungern“ und geben uns des Minumpayment.

Stundentechnisch waren wieder einige Highlights dabei ;-)
Um die Asiatengruppe bin ich wie erwartet nicht drum rumgekommen! Eine 40köpfige Reisegruppe aus Taiwan durften wir uns zu dritt aufteilen. Alle im Einheitsskianzug, den sie sich im Rental Shop ausgeliehen haben. Ich hab mir dann gleich die 15 Kinder geschnappt weil ich mit den Erwachsenen sicher wahnsinnig geworden wäre... Englisch konnten die Kinder nur sehr schlecht, ich hatte aber einen Dolmedger, der eigentlich übersetzen sollte aber nur mit Fotos machen beschäftigt war! Naja nach 2 Stunden konnten aber über die Hälfte der Taiwanesianer ;-) bremsen und Bogal fahren und gfreut haben sie sich auch wiad Sau, deswegen war der Unterricht mit denen letztendlich echt lustig. Ein Kind hat die ganze Zeit geheult weil es so brutal unsportlich war. Der Bub konnte nichtmal alleine stehen, einfach nur gerade auf Ski im flachen Gelände stehen – nein war nicht möglich. Nach wiederholten Aufhebaktionen hab ich ihn in die Ecke gesetzt und er hat den Rest des Unterrichts Schnee gegessen. Haha

Unter anderem durfte ich eine Journalistin unterrichten, die danach einen Bericht über die Skischule für irgendeine Zeitung geschrieben hat. Den Bericht hab i allerdings nie gesehen...
Einem 67Jährigen Mann durft ich auch as Skifahren lernen. Des letzte mal ist er vor 35 Jahren auf dem Ski gestanden. Hut ab vor dem Mann, er ist am Ende der Stunde heil des Happy Valley runtergekommen.

Ansonsten gabs da noch eine Gruppe aus Saudi Arabien. Naja mit denen war ich weniger erfolgreich. Lag vielleicht aber auch daran, dass die guten Damen nicht mal mit Skischuhen im Schnee gehen konnten, des Durchschnittsgewicht geschätzt bei 110 kg lag und des Durchschnittsalter Mitte/Ende 50 war. ;-)

War auf jeden Fall eine lustige Ferienzeit mit vielen starken Geschichten!

In der letzten Woche komm ich auf ganze 6 Unterrichtsstunden. Die hab ich in den Ferien an einem Tag gehabt... Wenns Wetter passt geht man halt Skifahren, wenns regnet hockt man im Café. Ja Regen – Schnee wird’s in den nächsten Wochen wohl kaum mehr geben... Schneetechnisch anscheinend einer der schlechtesten Winter seit 10 Jahren.

Fotos von unsrer Tour zum Kratersee hab ich schon in die Dropbox geladen. Skifahrtechnisch war es zwar kein Leckerbissen, da alles vereist war. Trotzdem ein wahnsinnig tolles Erlebnis auf einen Vulkansee drauf zuzufahren und auf dem Berg rumzukraxln.

Die Zeit vergeht hier so schnell... Aber des is immer ein gutes Zeichen – mir geht’s weiterhin sehr gut hier! ☺
Noch paar Wochen Neuseeland und dann geht’s für mich schon nach Australien...

Viele Grüße und bis bald!!
Dani

1 Kommentar 5.8.13 06:37, kommentieren

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15.7.13 10:40, kommentieren

Woche 2

Hallo zusammen,

Auch die zweite Woche in Neuseeland neigt sich dem Ende zu. Es ist Alltag eingekehrt. Bei gutem Wetter wird gearbeitet und Ski gefahren, bei schlechtem Wetter und windigen Bedingungen ist der Berg geschlossen. Auch heute zieht wieder ein Blizzard umher und die Straße rauf ins Skigebiet ist gesperrt. Schnee gibt es mittlerweile echt viel! Blöd is nur, dass der Wind alles umherwirbelt und der ganze Schnee am nächsten Tag schon wieder auf der anderen Seite vom Berg liegen kann...

Ich bringe es mittlerweile auf ganze 4 Arbeitstage und insgesamt 9 Unterrichtsstunden – Wow! Um ehrlich zu sein habe ich mir das ganz anders vorgestellt. Im Endeffekt arbeiten wir Skilehrer viel weniger als beispielsweise die Liftboys, Parkplatzwächter oder die Leute in den Rental-Stationen, die reguläre Arbeitstage von 8 Stunden pro Tag haben. Über 70 Skilehrer sind einfach zu viel für so ein mächtiges ;-) Skigebiet.

Dementsprechend wird auch mein erster Lohn ausfallen, der alle 14 Tage ausbezahlt wird. Es reicht wahrscheinlich grad mal um die Miete und Verpflegung zu begleichen. Natürlich bin ich hier nicht um reich zu werden, aber mit mehr Arbeit hab ich schon gerechnet. Zudem sind hier Lebensmittel vergleichsweise um einiges teurer als wir es zuhause gewohnt sind. Im Pub nebenan, welches den Namen „Schnapps“ (ausgesprochen: SCHNÄÄÄPPS) trägt, kostet ein Bier 9 Bugs. Das sind umgerechnet 5,50€. Eine Flasche Mineralwasser im Supermarkt liegt beispielsweise bei 1€. Es summiert sich also alles. Aber wie gesagt: ich bin nicht hier um reich zu werden!

Letztes Wochenende bin ich mit meinen italienischen Kollegen Andrea und dem Schweizer Antonello los gezogen, um im National Park bissl zu wandern. Bei Sonnenschein gings morgens los. Vorbei an einem tollen Wasserfall sollte uns der Wanderweg zu einem See führen. Während unsrer Wanderung hatten wir immer einen Wahnsinns-Ausblick auf den Vulkan Mt Ngaurahoi (ausgesprochen: NARAHOI) und auf den Mt Ruapehu, unsrem Skigebiet. Nach 3 Stunden locker lässiger Wanderung ist dann leider ein Unwetter aufgezogen und wir haben den See nicht mal sehen können als wir dort angekommen sind, weils so nebelig war – haha :-D blöd gelaufen!
Im Regen gings dann nach einer kurzen nasskalten Brotzeit wieder zurück. Auf der Wanderung ist uns klar geworden, dass wir 3 auf einem Haufen jetz nicht grad des beste Englisch rausbringen – trotzdem lustig! Demensprechend sind auch schon einige geile Floskeln entstanden. ;-)

Arbeitstechnisch - also wenns was zu arbeiten gab – hab ich bis jetz eigentlich immer Glück gehabt. Hatte bisher nur Privatstunden und keine Gruppe von 15 Asiaten! Drückt mir die Daumen, dass des weiterhin so bleibt. Glaub sonst muss ich mir nach so einer Stunde die Kugel geben – diese Asiaten sind einfach ein lustiges Volk :-) Meine ersten Requested Lessons hab ich auch Mitte der Woche gehabt. So haben mich die Eltern der 6-jährigen Lucia nochmals für 3 Stunden am nächsten Tag gebucht und ich bin bissl mit der Kleinen rumgehampelt. Bei Requested Lessons bekomm ich einen gewissen Zuschlag pro Stunde. Danach wurd ich von Ihnen noch zum Essen eingeladen. Also des war echt a sympathische Familie ;-)

Gegen meines Erwartens hatte ich gestern sogar eine Privatstunde auf Deutsch. Welcher Deutsche macht bitte in Neuseeland Urlaub und will hier des Skifahren lernen?? Bei ganztägigem nassem Schneefall und Nebel wollte die Julia, Lehrerin aus Hannover, die ihren Freund in Auckland besucht und das Anfängerpaket gebucht hat, einfach sicherer werden – haha! Nein besser gesagt: Sie wollte sicherer im sogenannten „Skilaufen“ werden. Auch wieder sehr lustig gewesen! An Preißn in Neuseeland as Skifahren beibringen gibt’s auch ned alle Tage ;-)
Ihr Freund is derweil mit seinem Kumpel zum Skifahren gegangen ;-)

Gestern haben in Neuseeland die 2wöchigen Winterferien angefangen und alle Supervisor sagen uns riiiichtig viel Arbeit voraus – ich bin ja mal gespannt! Gestern hatte ich die meisten Stunden von uns – und des waren immerhin 4. Der/die ein oder Andere freut sich schon wie ein Schnitzel wenn er/sie 2 Stunden am Tag arbeiten darf. Letztendlich müssen sie uns laut Vertrag 20 Stunden pro Woche Non-Teaching Rate zahlen. Aber genau haben wir des auch noch nicht rausgefunden wies wirklich läuft.

Englisch Skiunterricht geben is bisher recht witzig. Oft werd ich einfach nur mit großen Augen angestarrt. Spätestens dann merk ich, dass sie entweder überhaupt nicht verstehen was ich von ihnen will oder ich kompletten Schwachsinn auf Englisch daher red ;-) Die Kinder zum Beispiel sagen einfach nur: „Pardon me“ Des heißt dann ganz klar, dass mein Englisch grad nicht ausgereicht hat :-)
Aber insgesamt wird’s schon besser, bild ich mir zumindest ein.

Abends sind wir entweder im Schnapps beim Billard spielen oder sitzen unten in der Lounge und schauen Filme an. Alle 3 Teile „Herr der Ringe“ hab ich aufgrund des Wetters mittlerweile auch schon gesehen. Wenn kein Film läuft wird Rugby geschaut. Rugby ist in Australien und Neuseeland der Sport Nummer 1 – so wie bei uns Fußball. Es schaut einfach jeder und jedes Spiel ist wichtig ;-) Mit den Regeln kenn ich mich mittlerweile auch schon bissl aus.

So hab ich mir mim Stefan, dem andren Deutschen aus Stuttgart, Tickets für das Spiel schlechthin gesichert. Der Klassiker: All Blacks gegen Australien. All Blacks wird das neuseeländische Rugby Nationalteam genannt, welches aus Weißen und Maoris besteht. Das Match wird Ende August in Wellington stattfinden, haben uns dafür schon freigenommen.
Es is ein brutal harter Sport. Muskelpakete prallen ständig aufeinander und es wird eigentlich nur gerauft. Aber nicht wie im Fußball: Keiner jammert! Was die teilweise an Bodychecks einstecken müssen – echt krass! Freu mich auf jeden Fall schon auf des Spiel!

Ansonsten gehma an den freien Tagen Fußball spielen, bissl laufen und natürlich Lebensmittel einkaufen in eine der nächsten Ortschaften.

Sodala, ihr seit jetzt wieder up to date, was hier in Neuseeland alles so abläuft. ;-)


Wünsch euch allen einen guten Start in die nächste Woche und freu mich auf alle Fälle von euch zu hören!

Bis bald oder wie der Neuseeländer sagt: See you later BRO!

Daniel

14.7.13 07:35, kommentieren

Woche 1

Hallo zusammen,

eine Woche meines Trips ist fast vorbei und es gibt einen ersten Eintrag in meinem neuerstellten Blog ☺

Am Mittwoch Abend, 26. Juni, hieß es für mich 3 Monate Abschied von meiner Familie und Freunden zu nehmen. Mit gemischten Gefühlen stieg ich in die Emirates Maschine am Münchner Flughafen. Zum Abschied, der mir alles andere als leicht fiel kam hinzu, dass ich zu dem Zeitpunkt noch keinerlei Ahnung hatte was mich in Neuseeland alles erwarten wird.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Dubai gings über den großen Teich Richtung Melbourne und schließlich nach Auckland. Mit +10 Stunden Zeitverschiebung und knapp 30 Stunden Reisezeit landete ich ca. 13 Uhr Ortszeit mit dem prophezeiten enormen Jetlag. ;-)
Am nächsten Tag, es war mittlerweile Samstag, stieg ich in den Bus um letztendlich nach weiteren 6 Stunden im National Park Village anzukommen. Soviel zu meiner Anreise.

In der „Park Lodge“ teile ich mir mein Zimmer mit dem 18jährigen aufgedrehten Neuseeländer Joe. Er ist eigentlich ständig am quatschen und rumhampeln. Er arbeitet im Skiverleih. Es hat nicht lange gedauert bis er mir von seinen Zukunftsplänen erzählt hat. Einer seiner Träume ist es in einem Skiverleih in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zu arbeiten ;-). Ich hab mit ihm aber echt immer was zu lachen.

Nach einigen Orientation- und Trainingdays war heute mein erster wirklicher Arbeitstag. Ich musste zum Glück nicht gleich ins Happy Valley – den Anfängerbereich, sondern durfte schon an den bisher einzig offenen Sessellift – WOW! Voller Vorfreude wartete ich auf meine erste Kundin. Naja und was hat mich erwartet: Eine total verängstigte Ende 50jährige Dame, die zum dritten Mal aufn Ski stand. Voller Stolz hat sie mir erzählt, dass sie am Vortag noch im Happy Valley war, aber die anderen Skilehrer doch gemeint haben sie kann ruhig schon mal den Sessellift probieren. Naja, sie hats in der Früh einmal allein probiert, hat gemerkt dass des alles ned so hinhaut wie sie sich des vorgestellt hat und hat daraufhin abgeschnallt und ist den kompletten Hang zu Fuß runtergelaufen. Ich soll ihr doch jetz bitte die Angst nehmen und sie sicher den Berg runterbringen. Starke Show! Letztendlich hats dann recht gut hingehauen bis sie des erste mal hingefallen ist. Die gute Dame konnte nicht alleine aufstehen, deswegen hat sie der gutmütige Skilehrer Daniel dann jedes mal aufgehoben. Hat ausm Lift bestimmt recht amüsant ausgeschaut. Nach ganzen 2 Abfahrten war meine erste Skistunde als Skilehrer in Neuseeland auch schon wieder Geschichte. Am Nachmittag hatte ich dann nochmal eine Stunde mit zwei Kids. Diese Stunde gestaltete sich deutlich einfacher :D

Allgemein zum Skigebiet ist zu sagen, dass der Schnee hier zumeist nass sein wird. Die Winde der beiden Ozeane sind hier ziemlich aktiv und somit ist die Luftfeuchtigkeit ständig hoch. In der Früh eisig und bockhart, ab Vormittag Sulzschnee. Die ganzen Einheimischen erzählen, dass der Schnee bald kommt und dass man hier dann auch gut Skifahren kann, aber die kennen zumeist halt nur ihre neuseeländischen Bedingungen. Mit den Bedingungen und den technischen Gegebenheiten zu unseren heimischen Skigebieten ist es hier jedenfalls nicht vergleichbar.
Wenn Schnee liegt ist Whakapapa (gesprochen: Fakapapa) angeblich das größte Skigebiet Neuseelands. Es erwarten mich also noch ein paar Lifte und Pisten ;-)

Trotzdem ist Skifahren auf einem Vulkan mal eine ganz neue Erfahrung. Keine Bäume nur Felsen – überall! Dementsprechend schaut mein Ski auch schon aus! Landschaftlich der absolute Wahnsinn. Wenn das Wetter gut ist, ist eine weiterer Vulkan, der Mount Ngauruhoe zu sehen. Echt faszinierend.

Uns wurde versprochen, dass wir hier auf dem Berg Sachen erleben werden, die wir noch nie im Leben irgendwo anders gesehen haben. Den Großteil davon werden die Asiaten bestimmen. Absolut planlos mit kurzer Hose, ohne Handschuhe und Strickjacke wollen die hier Skifahren lernen. Naja – Kunde ist auch in Neuseeland König – auch diese Spezien bekommen ihren Skiunterricht. Sau lustig zu beobachten, ich hoff nur dass mir solche Leute im eigenen Skikurs erspart bleiben!!!

Die Skilehrer sind alle recht nett. Wir sind ein bunt durchgemischtes Team. Spanier, Italiener, Schweizer, Deutsche, eine Menge Briten, Schweden, Finnen, Australier und natürlich Neuseeländer. Einige wohnen auch hier in der Lodge und so hat sich auch eine kleine Gruppe ergeben. Gestern hatten wir alle frei und wir sind nach Roturua gefahren. Mein Roommate Joe hat sein Auto dabei und somit bin ich flexibel wenn wir beide frei haben ;-)
Wir haben dort einen Wasserfall angeschaut, haben am Lake Taupo gehalten und haben auf der Fahrt einfach nur die Landschaft genossen. Wettertechnisch haben wir auch noch einen top Tag erwischt und deswegen war die Aussicht aus dem Auto echt klasse. Die komplette Filmreihe „Herr der Ringe“ und „der Hobbit“ wurden hier auf der Nordinsel gedreht. Die Filme werd ich mir die nächsten Tage mal anschauen müssen.

Abschließend ist zu sagen, dass ich mich hier echt wohl fühle. Am Abend sitzen wir oft am offenen Kaminfeuer, so wie jetzt gerade auch Mim Englisch geht’s mir auch immer besser. Am schwersten sind die Kiwis zu verstehen. Die sprechen noch krasser wie die Australier ;-)

Ich versuch zusätzlich noch einige Bilder hoch zu laden.
Ende nächster Woche gibt’s hoffentlich den nächsten Eintrag...

Viele Grüße vom anderen Ende der Welt ☺
Daniel

5.7.13 11:57, kommentieren